HTTP-Streaming mit externem Player

Noch der alte Producer 8.5 Basic bot das Tool Create Webpage, das wohl in jeder Publikation als "kinderleichte" Methode für die HTML-Einbindung angepriesen wurde:

 
   
  Ein Wizard führte durch eine Folge von teilweise eher bürokratischen Abfragen, an deren Ende dann eine eher hässliche Webseite stand für einen externen Player und einen eingebetteten Player. Beide Seiten waren ziemlich gleich grässlich, man sah eigentlich keinen Unterschied zwischen extern und eingebettet. Faktisch hatte man nun eine HTML-Datei und ein RAM/RPM Metafile zusätzlich auf der Festplatte:  
   
     
   
  Im aktuellen Helix Producer fehlt dieses Tool übrigens, anscheinend hat auch Real eingesehen, dass mit grundlegendem Verständnis der Zusammenhänge und einem einfachen Texteditor die HTML-Einbindung effizienter zu bewältigen ist.  
 

Der Ablauf beim Streaming mittels Metadateien ist der folgende:

1. Der User surft auf einer Webseite die Videos anbietet. Er klickt auf einen Link (wie "Video anschauen" oder ähnliches). Dieser Link enthält die Metadatei (.ram oder .rpm bei Real) und nicht die Videodatei. In der Metadatei steht der komplette (absolute) URL der Videodatei (mit http:// und dem kompletten Speicherpfad auf dem Server).

2. Der Webserver überträgt die Metadatei (die den Link auf die Videodatei enthält) zum Browser des Users.

3. Der Browser lädt die Metadatei und übergibt sie automatisch dem Real One Player, der das Dateiformat .ram oder .rpm versteht.

4. Der Real One Player interpretiert die Metadatei (er führt sie aus wie z. B. eine *.exe-Datei), stellt die Verbindung zum Server (bei http zurück zum Webserver, bei rtsp zum Realserver) her und fordert die Videodatei an.

5. Der Webserver (oder Realserver) überträgt die Videodatei an den Real One Player, der sich bereits geöffnet hat und wartet, um den Anfang der Videodatei zu puffern und dann als Stream abzuspielen.

In der Praxis liegt das Problem bei dieser Vorgehensweise in der korrekten Pfadbestimmung. Insofern ist der oben beschriebene Wizard eigentlich Zeitvergeudung.

Die Metadatei ist eine einfache Textdatei und mit dem Editor (Windows-Zubehör) schnell geschrieben.

Dazu sind allerdings FTP-Kenntnisse bzw. ein FTP-Programm nötig, über das der Speicherpfad der Metadatei sowie das entsprechende Verzeichnis festgelegt wird, in das ja auch die eigentliche Videodatei (bei Embed auch die HTML-Seite) gespeichert wird.

So kann sehr leicht mit relativen Links gearbeitet werden, ohne komplizierte Vor- und Rückpfade über "/" oder "../" .

 
 

Die Verzeichisstrukturen einer solchen Webseite können natürlich ganz schön kompliziert sein; das ist dann wie im richigen Leben: der Eigentümer kennt sich aus, und solange dies der Fall ist, ist alles in Ordnung.
Es gibt natürlich Tipps für Ordnungsstrukturen (Bilder, Videos etc. jeweils in eigene Ordner), aber die für ihn beste Methode muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es ist allerdings leichter auf derselben Verzeichnisebene zu rangieren (nachdem ich gerne fürchterlich lange - weil dann aussagekräftigere - Dateinamen verwende, bevorzuge ich diese optisch chaotische Methode).
Das kann dann z. B. in Dreamweaver so ausschauen:

 
   
   
  Eine gute Wahl für die FTP-Bearbeitung ist das kostenlose WS FTP Pro:  
   
  Die Handhabung ist ähnlich wie beim Windows Explorer.
Dateien können auf den Server geladen und von dort geholt werden. Anhand der Dateiendung ist das Dateiformat zu erkennen (dazu den Button "Name" größer ziehen). Über "Ausführen" wird die jeweilige Datei in einer Browseransicht gezeigt, über "Anzeigen" wird die Datei geöffnet (als html-Quelltext im Editor) und kann bearbeitet werden, anschließend lokal gespeichert und schließlich zurück auf den Server geladen werden.
Bei diesen Transaktionen sollten Lokaler PC und Ferner FTP-Server dieselbe Verzeichnisebene haben (ist so auch übersichtlicher). Rangiert wird natürlich jeweils mit den grünen Pfeilen. Auf dem Server können Dateien nur gelöscht und verschoben werden; das Bearbeiten und Abspeichern der Datei geht nur lokal (auf dem Server verbleibt quasi eine alte Kopie der Datei, die mit der neuen lokal bearbeiteten Datei beim Hochladen zurück überschrieben wird).
 
 

Beispiele für HTTP-Streaming mit externem Real One Player sind in Testdrive das Video "München3xxx" und in Space Tours das 1. Video "stours Teil1".

Die ram-Dateien lauten hier:

http://www.dynamicmix2000.de/Multimonitor/Test_Drive/m_nchenx2.rm
Der Link auf die Metadatei ist ein einfacher relativer Link:
< A HREF="m_nchenx2.ram">

Die andere Metadatei lautet:
h
ttp://www.dynamicmix2000.de/Multimonitor/Test_Drive/stours31.rm
Und der Link: < a href="stours31.ram">

Im Zusammenspiel von FTP-Programm, HTML-Editor (es muss hier nicht Dreamweaver sein) und dem einfachen Windows Texteditor (auf keinen Fall Word !!) lässt sich die Prozedur mit den Metadateien erledigen.

Und das beste: Für Real Video funktioniert diese Methode mit allen Browsern.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, den Real Player in die eigene Webseite einzupassen, indem der Player in eine Webseite eingebunden wird.

 
 

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