Video-DVD
umwandeln in MPEG2 und weiterverarbeiten Die Videos liegen auf einer Video-DVD in *.vob-Dateien vor. In diese sind die eigentlichen Videodateien verpackt, welche in einem speziellen MPEG2-Format komprimiert wurden (720 x 576px, 25 fps, variable Bitrate ca. 4 - 8 MBit). Zum Abspielen wird ein MPEG2-Decoder benötigt, zum Bearbeiten ein MPEG-Encoder - also ein ordentlicher MPEG2-Encoder, der fast immer kostet. Doch
zurück zu den VOB-Dateien: Gängige Videoschnittprogramme wie
Premiere können diese nicht importieren. Das schaffen kostenlose
Programme wie z. B. Virtual Dub Mod
und mittlerweile besser die Version VirtualDub-MPEG,
welches die einzelnen VOB-Dateien (die maximal 1 Gigabyte groß sind
- ein kompletter Film besteht also aus mehreren VOB-Dateien!) in *.AVI-Dateien
umwandeln kann, je nachdem, welche Videocodecs auf dem System installiert
sind, auch nach DV-AVI oder MPEG4 - oder nach (bzw. quasi "zurück")
MPEG 2. Die
Hauruck-Methode: Geht
es darum, nur wenige Schnitte in den umgewandelten MPEG2-Dateien vorzunehmen,
um unerwünschte Filmteile herauszuschneiden, reicht meist Virtual
Dub Mod. Das
erledigt Pvastrumento, welches, wie der Name schon andeutet,
auch mit DVB-T-Formaten umgehen kann: |
||
Die betreffende MPEG2- Datei wird geöffnet (hier eine mit XMPEG 5.0 umgewandelte Datei). |
||
Ein Klick auf "Demux" öffnet ein weiteres Fenster: |
||
Hier wird der Speicherort der Datei bestimmt und das Trennen in Audio und Video gestartet: |
||
Wir erhalten nun 2 neue Dateien mit den Endungen *.mpv und *.mpa (und eine weitere Infodatei). Für
DVB-T-Videos schaut das dann so aus - eine typische *.TS-Datei: Weiter
gehts mit Freeware: |
||
Über
die Buttons im Bereich "Navigation" werden die Schnittpunkte
bestimmt: I< rangiert einzelbildweise zum nächsten
I-Frame zurück, I> vorwärts (es kann nur
an I-Frames geschnitten werden, also ca. alle 15 Frames). Die grobe Navigation
erledigen wir mit dem Schieberegler unter der Vorschau. |
||
.... und unter Cut in bestätigt. |
||
Analog wird nun der Ausstiegspunkt für den Schnitt gesucht und festgelegt. |
||
Wir klicken nun auf den jetzt aktiven Button Add range to cut list. |
||
Die Dateien für den (ersten) Schnitt wurden im Fenster Cut List abgelegt. |
||
Über den Button Preview ist eine Vorschau der Schnittpunkte (einzustellen im Dropdown.Menü ganz links) möglich (nicht des ganzen Films!) |
||
Jetzt
können weitere Szenen für den Schnitt festgelegt werden, die
in der Cut List kontrolliert werden. |
||
Natürlich gibt es auch hier einige Ausgabeoptionen (sogar Konvertierungen je nach Codec sind möglich!), doch wir bleiben im MPEG2-Format. Mit Start beginnt endgültig der "Schnitt". |
||
Cuttermaran hängt das Kürzel "_cut" an den Dateinamen an. In dieser MPEG-Datei sind Video und Audio wieder verbunden und das Video kann weiterbearbeitet werden. Es
soll nicht verschwiegen werden, dass reichlich Festplattenplatz für
lange Filme nötig ist (das gilt vor allem wenn nach DV gewandelt
wird). Auf der MPEG2-Ebene sind die Dateien angenehm klein bei guter Qualität,
auch das Tempo der Bearbeitung ist recht schnell. Tipp:Sogar Freeware-MPEG
Encoder wie bbmpeg sind für normale Ansprüche
noch ausreichend.
|
||
<< zurück zum Tutorial-Start <<
|