Webvideo - Nobody is Perfect
& das ist wirklich nett ausgedrückt.... . Fakt ist, dass Webvideo "irgendwie" funktioniert, d. h. im Optimalfall läuft alles wie geplant. Die Idealvorstellung von größerer Kontrolle über Komprimierung und Einbindung in Webseiten ist mit ungeheurer Suche nach Informationen und Ressourcen (und Zeit) verbunden. & auch dann gibt es immer wieder Überraschungen. Ganz besonders übel ist dann, wenn nur eingeschränkte Software zur Verfügung steht - siehe das Beispiel Real. Von der User-Seite her ja noch zu umgehen, doch die sündhaft teuren Realserver haben Real erledigt. Das Format spielt im Internet eine weitaus geringere Rolle als noch vor 5 Jahren. Demgegenüber hat Quicktime mächtig aufgeholt, nicht verwunderlich, da hier der Streaming Server nix kostet. Blöd nur, dass Quicktime das schlechteste Verhältnis Qualität/ Dateigröße hat.
PS: Noch bescheuerter als Real agiert übrigens Viewpoint - da müssen sogar bereits die Videos für die Konvertierung eingeschickt werden, da kostet jeder Pieps & Big Brother läßt grüßen .....

Fazit: Seit einiger Zeit stelle ich Videos im *.wmv-Format bereit. Vorteile: Effizientes und ausgefeiltes Encoding, kostet nix, WIN-Kompatibilität gegeben, alles machbar was auch mit Real geht, schnelle Streaming ohne Metadateien, sehr gute Qualität (Quicktime müsste da vor Scham im Boden versinken). Klar ist *.wmv natürlich MS, aber ich kann mich immer noch im Spiegel anschauen. Allerdings dräut hier schon mit DRM das näxte Grauen am Horizont.....   Durchaus denkbar,dass das Digital Rights Managment auch Windowsmedia in die Sackgasse der Usergängelung führt.

Das Videoformat der Stunde ist Flashvideo FLV.
Flash? Da war doch was ......

Fortsetzung folgt


Noch mal zur Erinnerung die Nachteile von Real:

Es macht schon Sinn, ein bisschen über das Geschäftsgebaren der Firma Real Networks zu erzählen. Bekanntermaßen bietet Real seine Tools kostenlos als "Basic" und gegen Aufpreis als "Plus" und "Pro" an. "Aufpreis" bedeutet da zum Beispiel beim Real Producer bzw. Helix Producer so etwa schlappe 200 €, der Real One Player Plus liegt bei ca. 43 € und beim Real Server für mehr als 25 gleichzeitige Streams wird es dann richtig happig und beginnt bei mehreren Tausend Euro. Der Helix Server ist in der Basisversion wiederum auf 300K-Streams beschränkt (die Zukunft also ...).

 
   
 

Das Fenster Feature unavailable poppt in der Basic-Version also relativ häufig auf, und zwar geht hier nicht:

1.Cropping (Beschneiden) von Videos
2. Skalieren = Verkleinern der Framegröße von Videos
3. Es sind nur 3 Profile = Audiences beim Helix Producer
   (2 beim Real Producer) für Multirate-Surestream möglich
4. Abwärtskompatibilität für ältere Real-Codecs ist nicht möglich
5. Man kann kein Realfile öffnen für die Nachbearbeitung
   (z. B. um die Clip-Info zu ändern)
6. Keine Batchverarbeitung.

Möglicherweise gibt es noch einige weitere deaktivierte Funktionen, doch sind dies erstmal die wichtigsten, wobei davon das Fehlen von Skalierung und Abwärtskompatibilität definitiv sehr lästig ist.

Gerade die Reduzierung der Framesize ist bekanntlich ein wichtiger Faktor für eine effiziente Komprimierung. Vor der Bearbeitung im Real Producer Basic muss die Skalierung also bereits in der Schnittapplikation erfolgen. Die Framesize von DV lässt sich nicht so ohne weiteres verkleinern, da die Parameter von DV festgeschrieben sind. Das Video muss also auch ins normale AVI-Format konvertiert werden, was unter Umständen die Dateigröße beträchtlich erhöhen kann. Im Tutorial zum Helix Producer Basic wird hierzu ein Workaround beschrieben.

In den Plus-Versionen lassen sich abwärtskompatible Realmediafiles erstellen. Das bedeutet anders herum: Ein mit dem neuesten Helix Producer Basic komprimiertes Video erfordert also auch den neuesten Player beim Empfänger - so ist der ganz normale User, der ja nur Internetvideo sehen will & dem Reals Geschäftspolitik mit Recht völlig egal ist, gezwungen, seinen Player zu aktualisieren. Und wenn er dann glücklich den neuesten Real One Player mit einer gefaketen Email-Adresse (sonst gibts "Real-Spam") heruntergeladen hat, geht das Wundern weiter. Mit unvergleichlicher Penetranz will Real Networks registrieren, ausspionieren und "nach Hause telefonieren". Als Dreingabe für diese Schnüffelei gibt es einen Medienbrowser und anderen Schnickschnack, über den der User auch noch massenweise Kommerzdreck abonnieren kann.

 
   
   
 

Real hat es so geschafft, den Real One Player zu einem schwerfälligen Monstrum aufzupumpen, das langsam und nicht wirklich stabil ist - sich dafür aber dauernd in den Vordergrund drängt.

Ohne Firewall ist der Real Player praktisch nicht zu kontrollieren!

Man könnte nun sagen, das alles trifft mehr oder weniger oder schlimmer auch auf Microsofts Windows Media zu. Über deren Machenschaften beschwert sich aber jeder und darüber wird - zu Recht - geschrieben. Die Firma Real Networks kann diesbezüglich locker mithalten - und setzt noch eins drauf: 200 Euro für eine Skalierungsfunktion und noch ein paar kleine Optionen sind ziemlich dreist.

Mit dem neuesten Real Player wird versucht mit umfassender Kompatibilität (er versteht fast alle Formate) und Downloadfähigkeit zu punkten. D. h., der Real Player ist in der Lage, alle möglichen Videos, die im Web zu sehen sind, downzuloaden (& das auch noch mit korrektem Dateiamen - superoptimal...).
Die Wahrheit steht in den Irritationen.......

 

 
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